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Es ist schon ein Kreuz, da hat man mit viel Mühe eine Schaltung zum Laufen gebracht, ein Gehäuse wurde auch gefunden, und das ganze sieht aus wie.....naja...

Wäre doch Klasse, wenn wir der “Kiste” eine professionelle Frontplatte verpassen könnten!

Geht doch! Das Ganze wird mit fotopositiv beschichtetem Eloxal-Aluminium gemacht. Die Technik enstpricht fast der Platinenherstellung. Benötigt wird auch hier eine Vorlage, als Film oder als Folie aus dem Drucker. Die Schwärzung sollte sehr stark sein und nicht durchscheinen. Belichtet wird mit UV-Licht, die Zeiten sollte man erst ermitteln. Dazu einfach einen schmalen Streifen belichten  und im Minutenabstand immer mehr von der Abdeckfolie entfernen. So erhält man einen guten Meßstreifen. Entwickelt wird mit Ätznatron, ca. 20 g pro Liter. Wichtig ist dabei, daß man während der Entwicklung mit einem Pinsel oder einem Schwamm fest über die Fotoschicht streicht, dabei keine Ecken auslassen. So nach und nach werden dann die belichteten Teile hell. Spätestens, wenn sich sehr stark Gasbläschen bilden, sollte die Entwicklung abgeschlossen sein. Die Platte wird dann in kaltem Wasser gut abgespült und mit Zeitungspapier blank gerieben. Die oben abgebildete Frontplatte wurde nach dieser Prozedur mit “WENOL” poliert und ist spiegelblank. Die Beschriftung ist sehr fest, leichte Kratzer tun fast nichts. Ätznatron gibt es für wenig Geld in der Apotheke, das fotopositiv beschichtete Aluminium kann man zum Beispiel bei www.hobbytron.de bestellen. Übrigens, es gibt das Material in verschiedenen Dicken, auch die Rückseite ist verwendbar, die Oberfläche ist allerdings etwas rauher. Es sind auch andere Farben für die Schrift auf Anfrage zu bekommen.

Fast habe ich ja noch was vergessen. Das Material ist mit einer blauen Schutzfolie im Lieferzustand überzogen. Wenn man sorgfältig arbeitet, läßt sich das Aluminium schon vor der Bearbeitung bohren. Es ist aber auch kein Problem, nach der Entwicklung eine selbstklebende  Klarsichtfolie auf die Platte zu kleben. Dann kann das Werkstück mit etwas Vorsicht bearbeitet werden. Nach der Arbeit wird die Folie abgezogen.

Man kann die Platte dann zum Beispiel mit feinem doppelseitigem Fotofilm auf das Gehäuse aufkleben, Festschrauben geht auch, oft reichen auch schon die Bedienelemente wie Schalter und Potis, die selbstgemachte Frontplatte festzuhalten.Wenn man das dünne 0,5mm-Material verwendet, dann wird eine Bedienplatte auch nicht zu dick. Und professionell sieht das Ganze dann auch noch aus! Viel Erfolg!

Noch einige Hinweise: Ätznatron greift die Haut an, auch die Augen kann es schädigen. Also bitte bei der Arbeit Handschuhe und Schutzbrille tragen. Ich weiß, sieht doof aus, ist aber sicher! Etwas Vorsicht ist auch bei der Wahl des Pinsels oder des Schwamms geboten. Der Entwickler löst organische Stoffe, daher Kunststoffpinsel und Schwämme aus Kunststoff verwenden. Die herrlichen “Schweinsborsten” bei hochwertigen Pinseln lösen sich leider auf.

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