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Was brauchen wir denn so alles für unsere Bastelarbeit?

Keine Angst, es wird nicht sehr teuer, es sei denn, wir wollen “Profis” Konkurrenz machen. Ohne einen Lötkolben sind manche Dinge einfach nicht machbar. Das kann ein einfacher 20 bis 30 Watt Kolben sein, manche haben auch eine richtige Lötstation. Wie so etwas aussieht, seht Ihr auf den folgenden Bildern. Für ganz junge Bastler und Leute ohne eine Lötmöglichkeit werden wir hier noch eine Bastelmöglichkeit vorstellen, mit der man einfache Schaltungen ohne Löten realisieren kann.

Einfacher Lötkolben

Ein einfacher Lötkolben mit 30 Watt und einer relativ feinen Spitze

Lötstation

Eine Profi-Lötstation mit Temperaturanzeige, Regelung und Lötkolbenhalter

Dazu benötigen wir auch noch ein wenig Werkzeug, einen Schneider für Drähte, eine Flachzange, Lötsauglitze und Elektronik- oder Radio-Lötzinn. Der Drahtschneider auf dem Bild hat einen Vorteil gegenüber den üblichen Seitenschneidern. Damit werden die Drähte sauber und gerade abgeschnitten, es bleibt kein “Bart” vom Quetschen übrig und man kann ohne Probleme den Draht durch die Bohrungen in einer Leiterplatte stecken. Die Flach- oder Spitzzange sollte nicht zu groß sein, wir haben ja kleine Bauteile. Zu Lötsauglitze kurz noch etwas: Für unsere Zwecke reichen 3 oder 4 mm Breite. Damit werden Lötstellen viel sauberer und schonender gereinigt als mit Lötpumpen. Natürlich kann man statt dessen auch eine Absaugpumpe verwenden. Ganz wichtig ist das Lötzinn. Wir verwenden ausschließlich Radiolot oder Elektronik-Lötzinn mit einer Flußmittelseele. Bastlerlot, Salmiakstein, Lötfett oder gar Lötwasser haben in der Elektronik nichts zu suchen! Das Lötzinn sollte 60/38/2er Zinn sein. Das bedeutet einen Zinngehalt von 60%, einen Bleigehalt von 38% und einen Kupferanteil von 2%. Der Kupferanteil soll die Lötspitzen schonen. Eine Dicke von 0,7 bis 1mm ist ausreichend, dicker sollte das Lötzinn nicht sein.

Werkzeug und Arbeitsmaterial 

Ein Drahtschneider, eine Spitzzange, Lötsauglitze und Radiolözinn. Einen kleinen Schraubendreher hat wohl jeder zu Hause.

Digitalmultimeter

Ein einfaches und sehr preisgünstiges Digital-Multimeter

Natürlich müssen wir ja auch unsere Arbeit überprüfen können, nachsehen, ob die Batterien oder die Netzgeräte in Ordnung sind, wir wollen auch unsere Halbleiter und die anderen Bauteile checken und Kurzschlüsse oder Unterbrechungen finden. Heute benutzt man dazu die mittlerweile sehr preisgünstig gewordenen Digital-Multimeter. Selbstverständlich sind auch Vielfach-Meßgeräte mit Zeiger-Meßwerk verwendbar. Jetzt haben wir unsere Anfangsausrüstung beieinander und es kann in den nächsten Tagen weiter gehen.

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